Der
international bekannte Aussichtspunkt "Cloef" mit Blick auf die
herrliche Naturlandschaft der großen Saarschleife ist ein beliebtes
Ausflugsziel und verspricht eine bleibende Erinnerung an den Luftkurort
Orscholz.
Die bekannteste davon ist sicherlich die Saarschleife, die
an jedem Wochenende das Ziel von Ausflüglern aus ganz Deutschland ist. Von
Orscholz aus hat man von der Cloef einen wunderbaren Ausblick über die
Saarschleife (Bild 1). Von dort kann man auch auf verschiedenen Wanderwegen bis
hinunter an den Fluss gelangen.

Aussichtspunkt
Cloef
Auf dem Rücken der Saarschleife...

Restaurierung
Als im Herbst 1991 mit den Konservierungsarbeiten an der Burgruine Montclair
unter Leitung von Architekt Kurt Kühnen begonnen wurde, befanden sich die Gebäudereste
aus dem 15.Jahrhundert in einem sehr schlechten Zustand. Überall, sogar an den
mächtigen Haupttürmen, drohte der Zusammenbruch. Seit Jahren war die Ruine für
Besucher gesperrt. Der Landkreis Merzig- Wadern, der die Ruine von der Familie
von Boch übernommen hatte, wollte von Anfang an die unverfälschte Erhaltung
dieses geschichtlich bedeutenden Bauwerkes gewährleisten.
Das bedeutete für die am Bau beteiligten Handwerksfirmen, eine diffizile und
verantwortungsvolle Aufgabe zu meistern. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen
lassen. Zwar sind die nachträglich eingebauten Teile wie Brücken, Stege und
Geländer, Fenster, Gitter usw. klar erkennbar, aber man musste schließlich aus
statischen oder funktionellen Gründen Kompromisse eingehen, die allerdings dem
Gesamteindruck nicht abträglich sind. Mauerwerkswiederherstellungen wurden in
glattem Steinmaterial bzw. markiert durch Trennlinien aus Ziegeln ablesbar
gemacht.
Finanziert wurde die Maßnahme durch das Saarland aus Strukturhilfemitteln
des Bundes zur Förderung des Fremdenverkehrs sowie durch den Landkreis
Merzig-Wadern.
Geschichte
Der von der Saarschleife umschlossene Bergriegel trägt die Reste einer
keltischen Fliehburg und die Ruinen dreier Burgen. Von der älteren Turmhügelburg
,,Skiva", 1016 von Erzbischof Poppo zerstört, sind noch der Turmhügel und
Wallgräben zu erkennen. Um 1180 wurde mit dem Bau der romanischen Höhenburg
Montclair durch Arnulf von Walecourt begonnen. Jacob von Montclair ließ die
Burg zu der imposanten Größe von 850 Metern (!) Länge ausbauen. Nach
neunmonatiger Belagerung wurde Montclair 1351 durch Kurfürst Balduin von Trier
eingenommen und zerstört. Arnold von Sierck gelang es 1428 und 1433, von den
Erzbischöfen Otto und Raban von Trier die Erlaubnis zu einem Neubau auf dem
Burgberg von Montclair zu erwirken. Die neue Burg wurde 1439 - gleichzeitig mit
der Burg Meinsberg bei Mandern - fertiggestellt. Das Rittergeschlecht der Herren
von Montclair und auch alle nachfolgenden Eigentümer nahmen nicht ihren
Wohnsitz auf der Burg, sondern sie wurde nur als Wehrbau genutzt bzw. nur in
Kriegs- oder Belagerungszeiten ,,bewohnt'. Die kleine rechteckige Burg besitzt
an der Angriffsseite zwei mächtige Wohntürme und zur alten Burg hin zwei
kleinere Ecktürme.
Die Saarschleife bei Mettlach ist Naturdenkmal und Wahrzeichen des Saarlandes
zugleich. Die Burg Montclair liegt auf dem von ihr in weitem Bogen umflossenen
Bergrücken. Auf schattigen und gut begehbaren Waldwegen ist sie nur zu Fuß
oder per Rad zu erwandern. Wer Ruhe und Erholung sucht - ob als Einheimischer,
Kurgast oder Tourist - ist hier bestens beraten.
Nach einer kurzen Rast mit Erfrischungen im Burginnenhof sollten Sie die mächtigen
Wehrtürme erklimmen und den herrlichen Ausblick ins Saartal genießen. Ein
Rundgang um die Burg vermittelt eindrucksvoll ihren einst wehrhaften Charakter
und lässt erahnen, wie sich die mittelalterlichen Burgherren gefühlt haben müssen.
Im Anschluss empfiehlt sich eine Schiffstour auf der Saar.
Sage
Um die Burg Montclair ranken viele Sagen und Geschichten, die durch den
Volksmund überliefert sind.
Auf dem Breitenstein, dessen Wände senkrecht zur Saar hin abfallen, sieht
man eingemeißelt ein Hufeisen und eine Radfurche. Die Sage erzählt, dass hier
einst ein mächtiger Graf mit seiner schönen Tochter lebte, um deren Hand viele
Ritter anhielten. Endlich schenkte sie einem ihr Herz, einem edlen Ritter aus
deutschem Lande. Doch der Vater hätte es lieber gesehen, dass seine Tochter
einem welschen Ritter die Hand gereicht hätte, der viele Güter und Burgen besaß,
aber stolzen und jähzornigen Sinnes war. Die Tochter jedoch hatte gewählt.
Alle Bitten des Vaters blieben erfolglos. Voll Zorn bestimmte der Graf daher:
,Es soll derjenige der beiden Ritter dein Gemahl werden, der seinen Wagen in
schnellstem Lauf auf dem Breitenstein wenden kann." Beim Wenden auf dem
schmalen Felsen kippte der Wagen des welschen Ritters um. Der deutsche Ritter
schaffte es aber. Der welsche Ritter stürzte sich daraufhin vom Breitenstein
vor Zorn in die Tiefe. Zum Gedenken ließ der Graf ein Hufeisen und eine
Radfurche einmeißeln, so wie sie heute noch zu sehen sind.
Museum
Im
Keller von Montclair, mit Zugang vom Innenhof, ist ein Burgmuseum eingerichtet
worden, in dem die Geschichte von Montclair und ihrer beiden Vorgängerkastelle
vermittelt wird. Ein Burgführer, der vor Ort erhältlich ist, gibt viele
interessante Informationen rund ums Burggeschehen.
Der Innenhof der Burg und das Kaminzimmer im Erdgeschoss des Nord- Ost-
Turmes sind für die Rast und für Erfrischungen nach Wanderungen vorgesehen.
Freundliches Burgpersonal versorgt die Besucher mit einem zünftigen Imbiß und
Getränken.
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Stadt im grünen Kreis
Rundherum präsentiert Merzig ein Bauerbe aus 8
Jahrhunderten: Romanik, Barock, Renaissance, Jugendstil und
die Gründerzeit ...aus allen Epochen finden sich gepflegte
Schmuckstücke, die sich harmonisch in das moderne Umfeld
integrieren, Wer sie systematisch erkunden möchte: Der
Merziger Stadtführer enthält dazu praktische Touren zu Fuß
und per Auto ...
...entdecken

Wolfsfreigehege Merzig:
"Merziger Wölfe"
Raus aus dem Haus, die Schönheiten der Natur erleben und
dabei viel Überraschendes entdecken: Dazu ist Merzig mit
seiner Umgebung ideal! Ausgedehnte Wälder bedecken fast ein
Drittel des Stadtgebiets - darunter: der Kammerforst mit der
300 Jahre alten Biereiche und den "Merziger Wölfen".
Nein, keine Sorge: Kanadische Timberwölfe, europäische
Grauwölfe und weiße Alaska-Wölfe leben hier zwar wie in
ihrer natürlichen Umgebung, aber in sicherem Gehege...
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Mettlach Alter Turm
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Der "Alte Turm" ist das älteste
als Ruine noch erhaltene christliche
Bauwerk an der mittleren Saar. Er wurde als Grabkirche
des hl. Luitwin, der das Kloster Mettlach 676 gründete,
von Abt Lioffin in ottonischer Zeit um 990- 994 er
richtet. Das Aachener Münster (785-805), die
Grabkirche Karls d. Großen, diente als allgemeines
Leitbild. Der Turm hatte vermutlich in der Mauerdicke
halbrunde Nischen und im zweiten Geschoss einen
schmalen tonnengewölbten Umgang. Seit 1247 macht ein
Wendeltreppentürmchen den oberen Umgang zugänglich.
Im 14. Jahrhundert erfolgte ein gotischer Umbau der
unteren Fenster. Der verfallene Turm erhielt durch
Instandsetzung im vorigen Jahrhundert sein heutiges
Aussehen und wird z. Zt. umfassend restauriert. |
Mettlach Keramikmuseum Schloss
Ziegelberg
Schloss
Ziegelberg wurde 1878 von Edmund von Boch als
Wohn-Villa errichtet. Als Vertreter der französischen
Neurenaissance nimmt das Schloss unter den Bauten des
Historismus im Saarland eine Sonderstellung ein. Das
bis 1908 mehrmals erweiterte Gebäude ist heute in
Gemeindebesitz und beherbergt nach umfangreichen
Renovierungen seit 1979, neben einem Restaurant und
Tagungsräumen, ein Keramikmuseum
Die
Geschichte der Keramiksammlungen von ViIIeroy &
Boch ist über 150 Jahre alt. Schon 1821 begann
Jean-Francois Boch in Frankreich und später in
England keramische Gegenstände zu kaufen. 1844 wurden
zum ersten Mal alte Keramiken, die zu diesem Zeitpunkt
noch Eigentum der Familie Boch waren in einem
besonderen Raum ausgestellt. Der erste größere
Erwerb zahlreicher guter Keramiken durch Eugen von
Boch geschah auf einer Auktion in Gent 851- Von diesem
Zeitpunkt ab ist auch die Rede von einem
"Keramik-Museum" des Unternehmens Villeroy
& Boch.
In den folgenden hundert Jahren sorgte ein je nach
wirtschaftlicher Lage größerer oder kleinerer Etat
dafür, dass die Sammlung kontinuierlich erweitert
werden konnten. Im Jahre 1939 wurden alle Bestände in
Kisten verpackt und im Keller der Alten Abtei,
dem Sitz der Generaldirektion von Villeroy & Boch
in Mettlach gelagert. Hier verblieben sie praktisch
bis .zum Frühjahr 1979. lm Zuge der Einrichtung des
neuen Keramik- Museums im Schloss Ziegelberg kamen die
umfangreichen Bestände aus den Kellern wieder ans
Tageslicht.
Das neue Museum setzte in seiner Konzeption zunächst
Schwerpunkte vor allem hinsichtlich der von ViIIeroy
& Boch stammenden Produkte. So die in dem 1767
gegründeten und heute noch existierenden ältesten
Werk Septfontaines, Luxemburg, hergestellten
Keramiken. Die Faiencerie Mettlach arbeitet seit 1809:
aus ihrer Produktion ist ein breites Spektrum
interessanter Erzeugnisse zu sehen. So sind unter
anderem zwei Räume des Museums dem Steinzeug
vorbehalten, Zeugnisse des Historismus und des
Jugendstils. Interessant sind auch die Beispiele die
aus der Produktion des Werks Wallerfangen stammen, das
1790 gegründet wurde und wo bis 1931 Feinsteingut mit
französischer Gestaltung und Dekoration hergestellt
wurde.
Im Keramik- Museum Mettlach sind auch Fliesen aus
den Villeroy & Boch Produktionen Mettlach
und Dresden, darunter sehr gute Jugendstil-
Exemplare zu sehen. Dies alles wird ergänzt durch
Erzeugnisse anderer inzwischen aufgebender oder
verlorengegangener Manufakturen wie Schramberg, Bonn
und Dresden beziehungsweise den Manufakturen mit
"Boch'scher" Beteiligung wie Saargemünd,
Longwy, La Louvière und Tournai.
Im Keramik- Museum sind auch zeitgenössische
Vergleichsprodukte vorgestellt. Außerdem werden jedes
Jahr mit Sonderausstellungen zusätzliche interessante
Informationen aus dem Bereich Keramik und der
bildenden Kunst geboten.
Öffnungszeiten des Keramik-Museums ,,Schloss
Ziegelberg"
dienstags bis sonntags: 10.00 - 13.00 Uhr, 14.00 -
17.00 Uhr
Montags bleibt das Museum geschlossen.
Von Anfang November bis Ende März ist das Museum an
Sonn- und Feiertagen und montags geschlossen.
[nach
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Römische Funde, Saar-Wein
von der Mosel
Die Landschaft rund um die Gemeinde Perl hat
etwas besonderes. Da wäre zunächst einmal das
Wahrzeichen: Schloss Berg in Nennig
Ein Spielcasino ist darin untergebracht, ein
Hotel und ein weithin bekanntes
Feinschmecker-Restaurant. Zum guten Essen gehört
natürlich auch guter Wein. Und da wäre auch
schon die zweite Perler Besonderheit: Denn hier
wächst der einzig offizielle
"Saar-Wein", der jedoch von der Mosel
kommt.
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Bekannt sind die Saar-Winzer von der Mosel
vor allem für trocken ausgebaute Weine von
hervorragender Qualität sowie für den
Elbling-Sekt, der eine Perler Spezialität
ist.
Doch es muss nicht nur bei leiblichen Genüssen
bleiben. Berühmt ist auch das römische
Mosaik von Nennig. Mit 160 Quadratmetern ist
es das größte nördlich der Alpen. An der
Ausgrabungsstätte in Borg werden zudem eine
Reihe weiterer römischer Funde zu Tage gefördert.
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Römische
Villa Nennig,
Der
1852 von einem Bauern entdeckte Mosaikboden schmückte
den Festsaal einer Portikusvilla aus dem 2. oder
3. Jh. Die imposante Villa besaß eine Frontlänge
von 120 Metern einschließlich der beiden
Eckrisaliten und der anschließenden Flügelbauten.
Der
Mosaikboden von 16 Metern Länge und 10 Metern
Breite lag im Zentrum der Prachtvilla und gilt
als eines der bedeutendsten Denkmäler römischer
Wohnkultur nördlich der Alpen. Das Mosaik zeigt
neben geometrischen Mustern, bildliche
Darstellungen mit Arena-Szenen: "Wärter
und Löwe", "Peitschenkämpfer",
"Gespeerter Panther", "Bärenhatz",
"Tiger und Esel",
"Gladiatoren" und
"Musikanten".
Römerstraße; Parkplatz.
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[nach
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50 Jahre Dampflok Losheim
95 Jahre Bahnstrecke Merzig-Losheim
Seit dem 12. Juni 1982 betreibt der
Museums-Eisenbahn-Club Losheim dampflokbetriebene
Museumsfahrten auf den Bahnanlagen der ehem. Merzig-Büschfelder-Eisenbahn.
Unsere
Fahrten beginnen im Bahnhof Losheim, dem Standort
unserer Betriebsanlagen, führen dann über Bachem und
Brotdorf zur Kreisstadt Merzig. Hier, im ehem.
MBE-Bahnhof-Ost, wird die Lok umgesetzt und der Zug
setzt sich wieder Richtung Losheim in Bewegung.
Nachdem hinter Bachem eine der größten Steigungen im
südwestdeutschen Raum überwunden wurde, wird der
Bahnhof Losheim erreicht. Anschließend
geht es über Niederlosheim weiter zum Haltepunkt
Dellborner Mühle, dem Endpunkt der Strecke. Erneut
wird die Lok umgesetzt und die Rückfahrt über
Losheim, Merzig und zurück beginnt.
Die Strecke ist ca. 15 km lang und führt
durch eine der abwechslungsreichsten und schönsten
Landschaften des Saarlandes. Gesamtfahrdauer: Hin- und
Rückfahrt ca. 2 Stunden.

Alle Züge sind
bewirtschaftet.
Kostenloser
Fahrradtransport.
Streckenverlauf der Museumsbahn
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Triebfahrzeuge
Dampflok "Merzig" ex Saarberg 26
(G-n2t, Henschel, Baujahr 1937)
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Dampflok "Losheim"
ex Saarberg 34 (D-n2t, Henschel, Baujahr
1948)
Diesellok Nr. 51 ex MBE, Baujahr 1959
(Stangenantrieb)
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Im Jahr 1999 bietet der Museums-
Eisenbahn- Club an 14 Fahrtagen Eisenbahnromantik pur
auf der Strecke Merzig- Ost und der Dellborner Mühle.
Die Fahrzeit der insgesamt 30 km langen Strecke dauert
ca. 2 Stunden.
[nach
oben]
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